Die kurze Antwort
Die Schweizer Anmeldung betrifft die Schweiz, die Unionsmarke das Gebiet der EU. Über das Madrider System werden bestimmte Mitgliedsgebiete benannt; es entsteht keine pauschale weltweite Marke. Die richtige Route hängt von Ihren Ländern und der Ausgangsanmeldung ab.
Im Vergleich
| Route | Wofür sie gedacht ist | Budget und Vorbereitung |
|---|---|---|
| Schweizer Anmeldung | Schutz in der Schweiz. | Schweizer Warenverzeichnis, Recherche und IGE-Gebühren.Quelle: IGE ↗ |
| Unionsmarke | Einheitlicher Schutz im EU-Gebiet; die Schweiz gehört nicht dazu. | Eignung des Zeichens und EU-Recherche prüfen; EUIPO-Gebühren separat kalkulieren.Quelle: EUIPO ↗ |
| Madrider System | Internationale Registrierung mit ausgewählten Mitgliedsgebieten. | Basismarke, Benennungen, Klassen und Ländergebühren bestimmen.Quelle: WIPO ↗ |
| Einzelne nationale Verfahren | Gezielt gewählte Länder und ihre Verfahren. | Lokale Anforderungen, Vertreter und Honorare je Land abklären. |
Mit einem Länderplan beginnen
Ein Schweizer Lebensmittelunternehmen kann zunächst nur lokal verkaufen und später einen Vertriebspartner in Deutschland gewinnen. Ein Softwareunternehmen kann dagegen schon zum Start Kunden in mehreren Ländern bedienen. Beide brauchen einen anderen Länderplan, obwohl sie am gleichen Ort gegründet wurden.
Trennen Sie bestehende Verkäufe, konkret vorbereitete Expansion und langfristige Ideen. Bitten Sie um eine Offerte für diesen Plan statt um einen unbestimmten weltweiten Schutz. Aktualisieren Sie die Planung, wenn Vertrieb oder Produktangebot sich ändern.
Eine internationale Route ist kein einheitlicher Endpreis
Im Madrider System sind eine nationale oder regionale Basis und die Anbindung an ein zuständiges Ursprungsamt relevant. Welche Voraussetzungen Ihr Unternehmen erfüllt, sollte vor der Auswahl geklärt werden. WIPO beschreibt den Ablauf und die Rollen der beteiligten Ämter.
Vergleichen Sie das Honorar für die Vorbereitung, die amtlichen Gebühren und zusätzliche Arbeit bei Rückfragen getrennt. Mehrere Währungen, zusätzliche Klassen und länderspezifische Schritte machen einen pauschalen Vergleich mit einer Schweizer Standardanmeldung wenig aussagekräftig.
Den Namen vor der Expansion prüfen
Eine bestehende Schweizer Registrierung beantwortet nicht jede Frage in einem neuen Markt. Klären Sie vor grösseren Investitionen in Verpackung, Werbung oder Vertrieb, ob eine Recherche und ein angepasster Anmeldeweg erforderlich sind.
Markhub nimmt internationale Anfragen anhand der gewünschten Länder auf. Für eine verwertbare Offerte sollten die vorhandene Anmeldung, der Inhaber, das Warenverzeichnis und die geplanten Märkte vorliegen. Eine konfliktbehaftete Ausgangslage gehört ausdrücklich in die Anfrage.
Vor Ihrer Entscheidung
- Bestehende und geplante Absatzländer notieren
- Vorhandene Anmeldung und Warenverzeichnis bereithalten
- Amtliche Gebühren, Honorar und Länder-Rückfragen getrennt offerieren lassen
Häufige Fragen
Schützt eine EU-Marke auch in der Schweiz?
Nein. Die Schweiz gehört nicht zum EU-Gebiet. Für die Schweiz ist ein entsprechender eigener Schutzweg nötig.
Gibt es einen einzigen Preis für weltweiten Schutz?
Nein. Benannte Länder, Klassen, Anmeldeweg und zusätzliche Arbeit bestimmen die Kosten. Eine konkrete Länderliste ermöglicht einen sinnvollen Vergleich.